{"id":645,"date":"2025-02-14T22:58:29","date_gmt":"2025-02-14T22:58:29","guid":{"rendered":"https:\/\/aydinnurhan.com\/?p=645"},"modified":"2025-02-19T13:40:12","modified_gmt":"2025-02-19T13:40:12","slug":"bildungs-und-integrationsbericht-vorarlberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/bildungs-und-integrationsbericht-vorarlberg\/","title":{"rendered":"Bildungs Und Integrationsbericht Vorarlberg"},"content":{"rendered":"\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: center\">Verfasst von Ayd\u0131n Nurhan<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\">Generalkonsul der Republik T\u00fcrkei in Vorarlberg<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: center\">Januar 2005<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: center\">\u00dcbersetzung: Ahmet \u0130nan<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>Dieses \u201cArbeitspapier\u201d wurde im Rahmen des Zusammenarbeitsprojektes zwischen dem hiesigen Generalkonsulat und der Vorarlberger Landesregierung erstellt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Es soll damit der Frage nachgegangen werden, weshalb die in Vorarlberg lebenden T\u00fcrken ein niedriges Bildungsniveau aufweisen bzw. sich der Gesellschaft nicht in entsprechendem Masse integrieren konnten. Dar\u00fcber hinaus sollen praktische L\u00f6sungen eruiert werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Als Grundlage basiert dieses \u201cArbeitspapier\u201d auf stundenlange und tageweise mit den 15 muttersprachlichen Lehrern in T\u00fcrkisch im Einzelgespr\u00e4ch gef\u00fchrte \u201cbrain stormings\u201d sowie auf die gemeinsame kritische Bewertung am 14 Januar 2005.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Obwohl der schwerpunktm\u00e4ssige Inhalt dieser Unterlage auf Aussagen der mutersprachlichen Lehrer, der Jugendlichen und unserer Staatsb\u00fcrger beruht, distanzierten sich die muttersprachlichen Lehrer vielfach von den angef\u00fchrten Ideen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die zusammengestellte Unterlage soll f\u00fcr \u201cdas gemeinsame Komite\u00e9\u201d, das sich aus drei Experten des Ressors Bildung und Schule, einem Experten des Ressors f\u00fcr Familien- und Frauenangelegenheiten sowie des Inneren der Vorarlberger Landesregierung zusammensetzt, als Vor-Information dienen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F\u00fcr die Erstellung dieses Arbeitspapiers gilt unser Dank den Lehrern und Lehrerinnen, deren Namen im Schlussteil dieser Unterlage angef\u00fchrt sind.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>I. Einleitung<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Als das hiesige Generalkonsulat anging diese Studie zu erstellen, wurde man mit der erschreckenden Tatsache konfrontiert, dass unter den 30.000 T\u00fcrken im Lande keine 30 Universit\u00e4tsabsolventen anzutreffen sind.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Man musste auch erfahren, dass die Anzahl der Gymnasialsch\u00fcler t\u00fcrkischer Herkunft mit 3% nicht gerade r\u00fchmlich ist. Von den 30.000 T\u00fcrken im Lande werden lediglich 200 t\u00fcrkische Zeitungen gekauft. Deutschsprachige Zeitungen d\u00fcrften weitaus geringer sein. Was die Integration anbelangt, ist festzuhalten, dass ein Grossteil der T\u00fcrken entschlossen ist in den Aufnahmel\u00e4ndern in Europa zu bleiben. Es ist allerdings nicht klar, ob die \u00d6sterreicher diesem Umstand bereit sind.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Integration ist derzeit eine Vision und erscheint f\u00fcr die Zukunft nicht mehr als ein guter Wille zu sein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>II. Strategie<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Aufgrund der erschreckenden Bildungssituation ist es erforderlich mit tiefgreifenden Fragen die Angelegenheit anzugehen. Das bestehende System ohne strategisch in die Tiefe gehend verbessern zu wollen, d\u00fcrfte so wie bisher nur eine paliative Besserstellung erbringen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Beim Herangehen an die Sache sollte deshalb die erste Frage lauten:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ist \u00d6sterreich bereit, ein multikulturelles Migrantenland, wie die USA zu werden?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ist sie dem;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>bereit als Staat?<\/li>\r\n\r\n\r\n\r\n<li>sind die Medien dem bereit?<\/li>\r\n\r\n\r\n\r\n<li>bereit als Volk?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bevor diese lebenswichtige Frage beantwortet ist, k\u00f6nnen weder Bildungs- noch Integrationsstrategien entwickelt werden. S\u00e4mtliche Entschl\u00fcsse w\u00e4ren verurteilt paliativ und unseri\u00f6s zu bleiben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>2) Wenn \u00d6sterreich nicht bereit ist ein Migrantenland zu werden, wie schaut dann ihre Strategie f\u00fcr die Ausl\u00e4nder im Land aus? Wird \u00fcber die nachstehenden Alternativen gedacht?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>a) Langfristig betrachtet sollten die Ausl\u00e4nder \u00d6sterreich verlassen b) Falls sie bleiben, sind sie zu assimilieren<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nur wissenschaftliche, seri\u00f6se und ergebnisorientierte konkrete Tatsachen k\u00f6nnen die Studien erhellen. Die moslemischen T\u00fcrken assimilieren zu wollen, w\u00e4re sicherlich ein Wunschtraum, ein Ding der Unm\u00f6glichkeit.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>3) Integration hingegen bedeutet ein multikulturelles System, das von obiger Alternative, der Assimilation, g\u00e4nzlich verschieden ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn \u00d6sterreich die T\u00fcrken als bleibend akzeptiert und sich entschlossen hat dementsprechende Politik zu entwickeln, er\u00f6ffnen sich folgende Fragen:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>a) Kann die Migrantenerfahrung der USA f\u00fcr die Alternative des multikulturellen Zusammenlebens untersucht werden? b) Ist in Bezug auf die Auswirkungen der Globalisierung auf die Nationalstaaten und im speziellen im Rahmen der EU-Philosophie eine ganz neue Integrationsmodell entwickelbar? c) Gibt es sonstige Integrationsmodelle?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Globalisierung als Bedrohung der nationalen Souverinit\u00e4t f\u00fchrt zu rascher Abnahme von Ober-Identit\u00e4ten und Wiedererwachen von Unter-Identit\u00e4ten. In dem Masse die europ\u00e4ische Union stark ist, wird sie in der Lage sein die Auswirkungen der nationalen Identit\u00e4ten vermindern zu k\u00f6nnen. Aber sobald sie schwach wird, wird sich auch der ihrerseits geschw\u00e4chte nationale Zusammenhalt aufl\u00f6sen und m\u00f6glicherweise zu einer neuen, postmodernen \u00c4ra der Clanbildung f\u00fchren. Es ist deshalb zwingend notwendig, dieser Entwicklung gegen\u00fcber, die in ethnische Gewalt oder Rassismus ausarten kann, wachsam zu sein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>4) F\u00fcr eine langfristige Strategie w\u00e4ren die:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u2022 von den T\u00fcrken verursachten Probleme \u2022 von den \u00d6sterreichern verursachten Probleme<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>ehrlich und sachlich auf den Tisch zu legen und von gegenseitigen Schuldzuweisungen fern, die Zukunft anzugehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Hiebei ist jedoch nicht ausschliesslich \u00d6sterreich gefordert den Problemstellungen eine Anwort zu suchen, sondern auch der t\u00fcrkische Staat muss seri\u00f6se strategische Vorbereitungen f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der Probleme ihrer in dieses Land entsandten B\u00fcrger- speziell im Hinblick auf den EU-Prozess- treffen. Dies umso mehr, wenn die europ\u00e4ischen T\u00fcrken Pioniere auf ihrer EU-Perspektive sein sollen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nur dann und ausschliesslich dann, wenn diese strategischen Themen offengelegt sind, k\u00f6nnen klare Politiken entwickelt werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei einer strategischen Studie w\u00e4re beispielsweise abzukl\u00e4ren:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u2022 wird es im Zuge des globalen Wettbewerbs im Jahre 2020 in Voraralberg die Arbeitslosigkeit vorherrschend sein oder wird es eher einen Mangel an Arbeitskr\u00e4ften geben? \u2022 in welcher Bildungsschicht wird der Bedarf im industriellem bzw. Dienstleistungssektor im Jahre 2020 gegeben sein?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sind entsprechend geplante Bildungsstrategien vorhanden? Falls ja, welchen Platz nehmen dabei die Kinder mit t\u00fcrkischer Herkunft ein?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>III. Integration A. Allgemeine Position<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die wichtigste Bedingung der Integration ist der Wille der V\u00f6lker. Dabei ist der Wille der Bev\u00f6lkerung des Aufnahmelandes von enormer Bedeutung. Solange die wirtschaftliche Prosperit\u00e4t vorherrscht, werden Ausl\u00e4nder nicht als Problem angesehen. Aber im Falle der Zunahme der Arbeitslosigkeit im Zuge des globalen Wettbewerbes und des Absinkens des Lebensstandartes bedarf es abgekl\u00e4rt, ob die Bev\u00f6lkerung Vorarlbergs bereit ist, ihr Brot mit den Ausl\u00e4ndern teilen zu wollen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei Erarbeitung von Strategiestudien w\u00e4re parellel der Armutszunahme unbedigt die Zunahme der Fremdenfeindlichkeit bis hin zu unverhofften Dimensionen ernsthaft mitzuber\u00fccksichtigen. Werden die zuk\u00fcnftigen Generationen \u00d6sterreichs von Schulen und durch die Medien f\u00fcr derartige Eventualit\u00e4ten psychologisch vorbereitet?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Was die T\u00fcrken anbelangt, so sind sie, wie bereits angef\u00fchrt, unter den heutigen Voraussetzungen entschlossen in Vorarlberg zu bleiben. Es handelt sich aber um eine Gemeinschaft, die bestimmt nicht zu assimilieren ist. Zudem w\u00e4re auch die Eventualit\u00e4t zu ber\u00fccksichtigen, dass bei Zunahme der Wirtschaftskapazit\u00e4t der T\u00fcrkei, die derzeit in der Weltwirtschaft mit 395 Milliarden US-Dollar Buruttosozzialprodukt an 16. Stelle liegt, sowie ihrer EU Mitgliedschaft innerhalb von 10 Jahren zu einer freiwilligen Abwanderung von Pensionisten, als auch teilweise von qualifizierten t\u00fcrkischen Arbeitskr\u00e4ften in die T\u00fcrkei kommen k\u00f6nnte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrken mit hohem Bildungsgrad sind f\u00fcr die Integration hoffnungsvolle Pioniere. Armut und Unwissenheit hingegen der Hauptfeind der Integration. Dieser Faktor gilt ebenso f\u00fcr die Einheimischen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>B. Lebensunterschiede<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>1) Allgemein<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei der Diskussion der Integrationsfrage wird im allgemeinen der Fehler begangen, dass sie auf der Nationalit\u00e4ts- und ethnischer Ebene diskutiert wird. Tats\u00e4chlich wird das Zusammenleben mindestens ebenso- wenn nicht mehr- von der sozialen Klassenbildung beeinflusst, als vom Faktor der nationaler und ethnischer Kultur.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Es k\u00f6nnten unz\u00e4hlige Faktoren aufgez\u00e4hlt werden, die das Zusammenleben von kulturell hochstehenden Personen mit der ungen\u00fcgender und rauher Kulturauffassung der unteren Gesellschaftsebenen unertr\u00e4glich machen k\u00f6nnen. Das niedrigere Kulturniveau ist f\u00fcr Menschen aller Nationalit\u00e4ten gegeben, wobei bei dieser Gruppe die Kommunikation und Integration untereinander \u00e4usserst problematisch sein kann.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Demgegen\u00fcber ist in einer globalisierten Welt die Verst\u00e4ndigung von kulturellen und zivilisatorischen Eliten aller Nationalit\u00e4ten viel leichter und angenehmer.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In diesem Zusammenhang ist die Bildung f\u00fcr die Integration der vorarlberger T\u00fcrken als Vorbedingung anzusehen. Kulturell gebildete Personen mit Welterfahrung bauen auch ihre Toleranz- und Zusammenlebensf\u00e4higkeit aus. Europ\u00e4er, welche die T\u00fcrkei bereist haben, denken \u00fcber die T\u00fcrkei und \u00fcber T\u00fcrken weitaus positiver als jene, die das nicht tun konnten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Aus der Sicht der Integration w\u00e4re es \u00e4usserst f\u00f6rderlich, wenn der t\u00fcrkische Staat besonders bei kulturell hochstehenden Europ\u00e4ern den Tourismus in der T\u00fcrkei bzw. den Erwerb von Feriendomizilen anregen w\u00fcrde.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei diesem Vorschlag k\u00f6nnte man vielleicht sogar noch einen Schritt weitergehen und im Rahmen des EU-Prozesses der T\u00fcrkei, die Europ\u00e4er in Massen f\u00fcr den Eigentumserwerb sowie Niederlassung in der T\u00fcrkei anregen. Wenn in Betracht gezogen wird, dass Feindschaft aus Furcht und Unwissenheit entsteht, k\u00f6nnen Europ\u00e4er und T\u00fcrken, die ineinander verzahnt sind, vielleicht auf diese Weise in eine neue Zukunft aufbrechen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Jedoch, je mehr das kulturelle Niveau sinkt, umso mehr nimmt die Toleranz ab, umso mehr wird das Zusammenleben problematischer, was wiedrum dazu f\u00fchrt, dass sich Menschengruppen abkapseln und in dessen Folge zuerst die psychologische und anschliessend auch die physische Gettobildung erfolgt. In Gettos k\u00f6nnen keine zivilisierten Organisationen Zustande gebracht werden. Ausser dem verbindenden Religionsfaktor sind auf keiner Ebene Solidarit\u00e4t und gemeinsame Aktionen gegeben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\">\r\n<li>Praktische Probleme<\/li>\r\n<\/ol>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrkische Jugendliche in Vorarlberg beschweren sich, sie w\u00fcrden mit berechtigter oder unberechtigter Begr\u00fcndung bei einigen Diskos keinen Einlass finden bzw. bei einigen Lokalit\u00e4ten und Kinos sie gar nicht oder erst sp\u00e4ter bedient werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Etliche T\u00fcrken haben mit dem Gef\u00fchl des Ausgegrenztseins ihre eigenen Gasth\u00e4user er\u00f6ffnet und soziale Umfelde gegr\u00fcndet. Sie verbringen ihre Zeit in geschlossenen Kreisen, das ihnen mehr psychologische W\u00e4rme vermittelt. Ehegattinnen, die wie ihre Gatten keine Sozialisierungsm\u00f6glichkeit haben, sehen sich vermehrt mit psychologischen Problemen konfrontiert.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Integrationsbem\u00fchungen der einheimischen Stellen werden von T\u00fcrken nicht als ernsthaft gewollt bezeichnet. Andererseits werde bei den von t\u00fcrkischen wie auch von einheimischen F\u00fchrungspersonen organisierten Integrationsveranstaltungen kein wirkliches Miteinander von T\u00fcrken und \u00d6sterreichern erreicht. Diejenigen, welche solche Veranstaltungen besuchten, handle es sich sowieso um Personen, die sich seit langen Jahren kennen und ein Miteinander haben. Ein wichtiger Grund hief\u00fcr, k\u00f6nnte im Mangel der Gemeinsamkeiten liegen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zieht man jedoch in Betracht, dass T\u00fcrken sich hier im modernen Sinne nicht organisieren und Solidarit\u00e4t entwickeln konnten, m\u00fcssen wir uns in einer Stufe h\u00f6her \u00fcberlegen, wie das Miteinander und Solidarit\u00e4tsgef\u00fchl mit den \u00d6sterreichern erwachsen soll. Dies stellt sich uns als ein ernstes soziologisches Problem dar.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>C. Die B\u00fcrokratie<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sowohl in der \u00f6sterreichischen wie auch in der t\u00fcrkischen Verwaltung k\u00f6nnen B\u00fcrokraten manchmal in punkto Integration unbedachte und ziellose, manchmal gar emotionale und reaktion\u00e4re Handlungen setzen. Im Endergebnis f\u00fchrt es dazu, dass sich die Menschen der T\u00fcrkei und \u00d6sterreich noch mehr entfremden und sie sich ausgegrenzt und verlassen vorkommen. Je b\u00fcrgernah sich B\u00fcrokraten geben, dementsprechend baut der B\u00fcrger auch ein innigeres Verh\u00e4ltnis zur B\u00fcrokratie auf. In dem Ausmass der B\u00fcrger ausgegrenzt wird, dementsprechend f\u00e4llt auch seine Reaktion aus. D.h. die Integration ist in einem gewissen Sinne das Spiegelbild dieser Stellen. Wie sie sich verhalten, so ist die Widerspieglung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Besonders in Sachen Bildung g\u00e4be es Beschwerden bez\u00fcglich der lokalen B\u00fcrokratien. So ist die Meinung vorherrschend, in einigen Schulen sollen Direktoren und Lehrer den t\u00fcrkischen Sch\u00fclern Schwierigkeiten auferlegen. Wenn dies nicht abgehandelt wird, w\u00fcrde sich die Entfremdung und die Hoffnungslosigkeit bez\u00fcglich der Integration vertiefen. Genauso g\u00e4be es Beschwerden \u00fcber b\u00fcrokratische Hindernisse in der T\u00fcrkei, die man bei T\u00fcrkei-Aufenthalten erfahre, was gleichermassen zur Entfremdung zur T\u00fcrkei f\u00fchre.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>IV. Methodik<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn die Zielsetzung die Intergration ist- der t\u00fcrkische Staat pl\u00e4diert sehr offen daf\u00fcr- dann k\u00f6nnte sich eine verallgemeinernde, pauschalierende Herangehensweise als irref\u00fchrend erweisen. Die Integrationspolitik f\u00fcr die erste Generation der sechziger Jahre und f\u00fcr die Kinder des 21.Jhrh. muss gezwungener Massen auf differenzierte Methoden aufbauen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die erste Generation von \u00e4lteren T\u00fcrken sind im festen Bewusstsein ihrer Identit\u00e4t. Einige von ihnen werden die t\u00fcrkische Staatsb\u00fcrgerschaft nicht aufgeben. Bei den letzten Generationen hingegen gibt es eine Idetit\u00e4tskrise. Etliche Jugendliche wissen gar nicht, wo sie hin geh\u00f6ren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Be Erarbeitung von Strategiestudien geh\u00f6ren die Generationen nach der F\u00fcnften mitber\u00fccksichtigt. Falls z.B. die Politik des Aufnahmelandes zur Anwendung kommen soll, so geh\u00f6rt abgekl\u00e4rt, ob die M\u00f6glichkeit gegeben ist, dass die T\u00fcrken sp\u00e4testens nach der 5.Generation, wie in den USA ihre Muttersprache verlieren k\u00f6nnten?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrkische wie \u00f6sterreichische Stellen m\u00fcssten sich dementsprechend einstellen. In diesem Falle w\u00e4re es bei den einzuleitenden Massnahmen wichtig, dass die zuk\u00fcnftigen t\u00fcrkischen Europ\u00e4er auf ihre Herkunft stolz sein k\u00f6nnen, sich ihrer Herkunft wegen nicht sch\u00e4men. Falls die Generationen nach der F\u00fcnften ihre Muttersprache trotz aller Massnahmen verlieren sollten, m\u00fcsste dennoch gew\u00e4hrleistet werden, dass sie mit Stolz auf ihre Herkunft verweisen k\u00f6nnen. Diese Massnahme w\u00e4re f\u00fcr ihre gesunde Psychologie ausreichend.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Beim \u00dcbergangsprozess k\u00f6nnte man- ohne dass es unbedingt n\u00f6tig w\u00e4re- ausgehend von einigen Beobachtungen folgende Transformations-Szenario durchspielen:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die erste Generation<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Lebt mit ihrer unersch\u00fctterlichen anatolischen Identit\u00e4t, hat ihre Investitionen in der T\u00fcrkei get\u00e4tigt. Entweder kehrt sie in die Heimat zur\u00fcck oder bleibt f\u00fcr ihre Enkelkinder in Europa. F\u00fcr diese Generation, die in ihrer eigenen Welt gelebt hat, bedarf realistisch betrachtet, keiner spezieller Integrationsbem\u00fchungen. Einen 65 j\u00e4hrigen Grossvater oder eine Grossmutter, die Analphabeten sind, in den Integrationskurs zu zwingen, d\u00fcrfte weder realistisch noch als menschlich gelten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die zweite Generation<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In Europa geboren oder im Kleinkindesalter nachgeholt, ist heutzutage um die 40 Jahre herum. Sie sind selbst Eltern und zum Teil schon dabei Grosseltern zu werden. Diese Generation hat allm\u00e4hlich begriffen, dass sie in den Aufnahmel\u00e4ndern in Europa bleiben wird. Sie hat angefangen ihre Investitionen anstatt in der T\u00fcrkei, in Europa zu t\u00e4tigen. So wie die erste Generation hat sie zwar ein festes Identit\u00e4tsbewusstsein, je mehr sie sich jedoch nach Aussen \u00f6ffnen, nimmt ihr Verlegenheitsgef\u00fchl (Unsicherheit) zu. Diejenigen unter ihnen, die in die T\u00fcrkei zur\u00fcckkehren m\u00f6chten, sind verglichen mit der ersten Generation, relativ gering.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die dritte Generation<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Diese Generation ist g\u00e4nzlich in Europa auf die Welt gekommen, um die 20 Jahre herum und es handelt sich bei ihnen um T\u00fcrken, die in Europa sesshaft sind. Ihre anatolisch l\u00e4ndlichen Werte sind ziemlich ersch\u00fcttert, die europ\u00e4ischen Werte hat sie jedoch noch nicht vollends verinnerlicht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die vierte Generation<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei etlichen Jugendlichen dieser Generation ist ihre Muttersprache zusehends verk\u00fcmmert, teilweise sind einige nicht in der Lage t\u00fcrkisch zu sprechen. Zur \u00f6sterreichischen Kultur haben sie mehr Bezug als zur t\u00fcrkischen, haben jedoch noch insofern Schwierigkeiten, dass sie sich von der \u00f6sterreichischen Gesellschaft nicht vollends akzeptiert werden. Die gl\u00fccklichen unter ihnen, die auf einem h\u00f6heren Kulturniveau sind, sind g\u00e4nzlich integriert, diejenigen aus der Subkultur befinden sich in einer Wertekrise.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die f\u00fcnfte Generation<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Einige Ausnahmen ausgeschlossen, wird diese Generation, wenn nicht spezielle und wirksame Massnahmen ergriffen werden, mit gr\u00f6sster Wahrscheinlichkeit ihre Muttersprache vergessen und sich als \u00d6sterreicher f\u00fchlen. Wenn die f\u00fcnfte und die daruffolgenden Generationen ihre Muttersprache trotz allem vergessen sollten, sind Politiken erforderlich, damit sie auf ihre Herkunft stolz sein k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei Studien unter diesen Perspektiven;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>sind die Integrationsaktionen von:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zentralregierungen, lokalen Stellen, der EU, von NGO\u2019s und schliesslich von Universit\u00e4ten einzubeziehen und zu hinterfragen, weshalb trotz so viel finanziellem und menschlichem Aufwand das angestrebte Bildungs- und Integrationsniveau nicht erreicht werden konnte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Hief\u00fcr kann man fr\u00fchere Studien heranziehen, als auch Feldstudien anstellen und die Meinung von T\u00fcrken und \u00d6sterreichern bez\u00fcglich der Integration einholen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>V. Familienstruktur<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Psychologische Probleme hinsichtlich der Diskriminierungsgef\u00fchle im Ausland sind verbreitet. Die Eltern kommen \u00fcberarbeitet nach Hause, die M\u00fctter haben keine Zeit sich ausreichend um ihre Kinder zu k\u00fcmmern. In den meisten sowieso beengten Wohnungen f\u00fchlen sich die M\u00e4nner nicht wohl. Anstatt ihren Kindern bei den Hausaufgaben behilflich zu sein, fl\u00fcchten sie ins n\u00e4chste Gasthaus. Bei Familien, in denen beide Elternteile arbeitst\u00e4tig sind und das kulturelle Niveau nicht hoch steht, wachsen die Kinder sich selbst \u00fcberlassen und in psychischer Einsamkeit auf.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Priorit\u00e4ten der Arbeiterklasse, die in Europa marginal verdienen, sind zun\u00e4chst eine Wohnung, ein Auto und grenzenloses Geldverdienen. Die materielle Unsicherheit und der mit der Zukuftsangst verbundene G\u00fctererwerb verhindern die Kanalisation der Ersparnisse f\u00fcr die Bildung der Kinder.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrkische Frauen \u00fcber dem 40 Lebensalter in Vorarlberg seien zu 34%, und M\u00e4nner zu 20 % Analphabeten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Aufgrund der niedrigen Bildungsebene der Familien wird die lebenswichtige Bedeutung der Bildung nicht erkannt, und dieses Bewusstsein auch den Kindern nicht weitertransferiert. Es ist deshalb eine nat\u00fcrliche Folgeerscheinung, dass ungebildete und im besonderen Nicht-deutschsprachige Eltern sich der Bildung ihrer Kinder gegen\u00fcber desinteressiert verhalten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich lieben die Eltern ihre Kinder und erf\u00fcllen deren W\u00fcnsche weit \u00fcber Massen damit sie nicht hinter ihren \u00f6sterreichischen Altersgenossen zur\u00fcckbleiben. Sie kaufen z.B. ihren Kindern zwar Computer, wissen aber nicht wozu er gut ist. Wenn der Computer anstatt zum Weiterkommen f\u00fcr Spiele verwendet wird und unkontrollierterweise mehr schadet als n\u00fctzt- \u00fcber diese Gefahr ist man sich nicht immer bewusst.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eine weitere soziologisch interessante Beobachtung in Europa ist, dass w\u00e4hrend in der T\u00fcrkei in Metropolen studierte einfache Leute vom Land mit der Zeit zum B\u00fcrgertum aufsteigen und sp\u00e4ter nach ihnen kommende assimilieren k\u00f6nnen, ist in Europa der entgegengesetzte Trend der Fall. Die sich zur Verst\u00e4dterung anschickenden Neu-Diplomierten werden von der anatolischen Arbeiterkultur assimiliert. Manche kulturell hochstehende Diplomierten meiden daher aus Assimilierungsfurcht die niederschwellige anatolische Kultur, schliessen Ehen mit Europ\u00e4ern oder integrieren sich und entfremden sich ihrer Ursprungskultur g\u00e4nzlich. Aber auch diese Art der Integration ist keine gesunde Integration der festen anatolischen und der westlichen Kultur.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>VI. Ethik<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Angst vor Identit\u00e4tsverlust in einer fremden Umwelt f\u00fchrt die Menschen zum \u00fcberm\u00e4ssigen Festklammern an traditionellen Wertorientierungen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die sekul\u00e4re b\u00fcrgerliche Ethik Europas beruht auf nach jahrhundertelang gef\u00fchrten K\u00e4mpfen ausgehandeltem Vergleich. Kurz umschrieben basiert dieser soziale Vertrag der Bourgeoisie auf den Satz:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u201cwenn Du mich nicht achtest und ich Dich nicht achte, verlieren wir beide; wenn ich stehle und Du stiehlst, verlieren wir wiedrum beide.\u201d<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Dieses System der Ethikauffassung ist dem menschlichen Geist in ein oder zwei Generationen nicht zu vermitteln.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn ein \u00f6sterreichischer Autofahrer seinen Wagen abbremst und einen Fussg\u00e4nger freundlich die Strasse \u00fcberqueren l\u00e4sst, so tut er dies nicht aus Gottesfurcht oder der Angst vor polizeilicher Gewalt sondern aus seinem b\u00fcrgerlichem Ethikverst\u00e4ndnis heraus, das in Jahrhunderten gewachsen ist. Richtig aufgefasst, f\u00fchrt auch die traditionelle Religionsethik zum \u00e4hnlichen Verhalten. Aber in Gro\u00dfst\u00e4dten weicht das religi\u00f6se System bald auf und wenn sie in kurzer Zeit daniederliegt, entsteht bei jungen Menschen ein moralisches Vakuum, da es zur Entwicklung der b\u00fcrgerlichen Moral mindestens f\u00fcnf Generationen bedarf.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der Grund dessen, weshalb es unter den t\u00fcrkischen Jugendlichen Sucht-, und Diebstahldelikte sowie bei den M\u00e4dchen angehende Prostution Verbreitung finden, liegt darin, dass bevor die b\u00fcrgerliche Ethik entwickelt ist, das religi\u00f6se Ethikverst\u00e4ndnis rasch verf\u00e4llt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Kann unter diesen Umst\u00e4nden der Prozess der b\u00fcrgerlichen Ethikentwicklung beschleunigt werden? Oder muss der Religionsunterricht verst\u00e4rkt werden, damit die \u00dcbergangszeit von f\u00fcnf Generationen ohne Vakuum fliessend \u00fcberbr\u00fcckt werden kann?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Auch dieser Punkt m\u00fcsste bei einer Studie ernsthaft untersucht werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der Euro-Islam<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die unorthodoxe Kriegsf\u00fchrung, welche die Menschen heimt\u00fcckisch ermordet, das als heutzutage als islamischer Terror benannt wird, wurde im Ersten Weltkrieg gegen die Osmanen vom britischen Hauptmann Lawrence (Lawrence von Arabien) entwickelt. Diese religi\u00f6sen Terroristen wurden sp\u00e4ter von den USA \u00fcbernommen und in Afghanistan gegen die Sowjetunion benutzt. Wie Frankensteins Monster greiffen sie nun ihren Zeuger an.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Dabei erleiden die gem\u00e4ssigten Moslems in aller Welt Schaden. Als schliesslich auch Europa davon betroffen wurde, ergab sich f\u00fcr die Staaten das Bed\u00fcrfnis die Kontrolle der islamischen Religion. In der Politik wie auch in der akademischen Welt begann die Suche nach einer neuen, friedlichen, europa-speziellen islamischen Interpretation, bis hin zu einem religi\u00f6sen Orden, das als Euro-Islam bezeichnet wird.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Diese Suche kann nach der f\u00fcnften Generation bei den europ\u00e4ischen T\u00fcrken zu tiefgreiffenden Effekten f\u00fchren. Deshalb ist es ausserordentlich wichtig, dass zwischen Europa und der T\u00fcrkei, die in ihrer gesamten Geschichte die islamische Religion in der Theorie wie auch in der Praxis \u00e4usserst gem\u00e4ssigt und integrierend praktiziert hat, unbedigte Kooperation erfolgt. Der geringste Fehler auf diesem sehr sensiblem Bereich kann unvorstellbare Kathastrophen zur Folge haben. Es Bedarf daher einer sensiblen und auf guten Willen beruhender Zusammenarbeit aller Verantwortlicher.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ausserdem sollte auch der folgende Umstand von den Europ\u00e4ern in Freundschaft und realistischer Weise akzeptiert werden:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrken geben ihre Religion nicht auf. Und solange sie ihre Religion nicht aufgeben, sind sie auch nicht zu assimilieren. Unter diesem Gesichtspunkt ergibt sich die Frage, ob die T\u00fcrken im Laufe der Zeit in die europ\u00e4ische Gesellschaft mit ihrer unterschiedlichen Religion integriert werden k\u00f6nnen, wie beispielsweise die Juden, nachdem der Islam nicht weggel\u00f6scht werden kann?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Oder sind die Europ\u00e4er, bedingt durch die Angstsch\u00fcrereien der Orientalisten wie Berard Lewis und ihrer christlicher Orientierung wegen tats\u00e4chlich dagegen, dass moslemische T\u00fcrken in Europa zunehmen und mit der Zeit Geld und Macht gewinnen k\u00f6nnten, nur weil sie Moslems sind? Die europ\u00e4ische Elite m\u00fcsste auch in dieser Sache ihrer Ideen und Gef\u00fchle klar werden, denn endg\u00fcltige L\u00f6sungen sind auf klare und freundschaftliche Ideen aufzubauen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>VII. Generationskonflikte<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wie bereits zuvor beschrieben, haben die ersten Generationen im Ausland zum psychologischen Ausgleich sich fest an die Religion und an Traditionen umklammert. So manche davon sind \u00fcber das Ziel hinausgeschossen und in die Radikalit\u00e4t abgeglitten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Familien, die die Modernit\u00e4t mit den traditionellen Werten zu verbinden vermochten, haben in einer relativ ruhig-gem\u00fctlichlichen Atmosph\u00e4re ihre Kinder erziehen k\u00f6nnen. Familien jedoch, welche die traditionellen l\u00e4ndlichen Werte auf die dritte bzw. vierte Generation \u00fcbertragen und diese Werte mit H\u00e4rte durchsetzen wollten, haben mit ihren Kindern, die ausser Haus mit der Modernit\u00e4t auf Du und Du stehen, Konflikte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Je mehr die Jugendlichen dem elterlichen Druck ausgesetzt sind umso mehr suchen sie das Gl\u00fcck ausser Haus und bei ihren Freundschaftskreisen. Famili\u00e4re Represalien stehen in direktem Verh\u00e4ltnis zum raschen Abbruch mit traditionell-religi\u00f6sen Ethikauffassung der Jugendlichen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Als kurzen und einfachen Ausweg f\u00fcr ihre abgleitenden Kinder haben die Eltern die Verehelichung der Kinder mit 18-20 Jahren gefunden. Aber der Grossteil dieser Ehen wird mit der Scheidung beendet. Auf dem radikalen Spektrum sind hingegen Suchtgift- und Diebstahlsbanden, wie auch Prostution entstanden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ein ehemaliger suchtgiftabh\u00e4ngiger Jugendlicher, der heute ein ordentlicher Familienvater ist, stellte die Behauptung auf, dass 90% der m\u00e4nnlichen und 25% der weiblichen t\u00fcrkischen Jugendlichen in Vorarlberg, Drogen konsumieren. Diese radikale Behauptung wurde von den muttersprachlichen Lehrern als blanker Unsinn abgetan. Relativierende Sch\u00e4tzungen ihrerseits lauteten jedoch 10 bzw. 20%. Einige dazu befragte Landsleute gaben Sch\u00e4tzungen von 20 bis 30% an- mit steigender Tendenz.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Andererseits wurde behauptet, 80% der weiblichen und der g\u00e4nzliche Teil der Jugendlichen w\u00fcrden- allen traditionellen Represalien zum Trotz- fl\u00f6rten und Discos aufsuchen. Scheidungen sind insbesondere bei Eheschliessungen anzutreffen, bei denen ein Partnerteil aus der T\u00fcrkei eingeheiratet wurde. Bei Mischehen mit \u00d6sterreichern liege die Erfolgsquote bei ca. 5%.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>A. Probleme der Jugendlichen<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei den Jugendlichen handelt es sich derzeit um die 3. bzw.4. Generation von T\u00fcrken. Sie haben sich von traditionellen und religi\u00f6sen anatolischen Wertorientierungen ihrer Eltern losgel\u00f6st, aber das laizistische Ethikverst\u00e4ndnis noch nicht vollends verinnerlicht. In dieser \u00dcbergangs\u00e4ra k\u00f6nnten die Jugendlichen, die aufgrund der von ihren ungebildeten Eltern ausgehenden Represalien, wie auch aus dem Umstand der ausserh\u00e4uslichen Entfremdung in Depressionszust\u00e4nde verfallen, in der Zukunft f\u00fcr die \u00f6sterreichische Gesellschaft zu einer tickenden Zeitbombe werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ol class=\"wp-block-list\">\r\n<li>M\u00e4nnliche Jugendliche<\/li>\r\n<\/ol>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrken leben im allgemeinen in \u00e4rmlichen, getto\u00e4hnlich abgekapselten Wohnvierteln. Jugendliche, die Zuhause kein eigenes Zimmer haben, werden depressiv und suchen die Rettung ausserhalb der Wohnung. Die Eltern sind arbeitst\u00e4tig, die Kinder wachsen unbeaufsichtigt auf. Drogen und Prostution eingeschlossen, kommen sie mit diversen \u00dcbeln in Kontakt. Arbeitslose Jugendliche werden depressiv und kommen auf Abwege. Die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen von 18 &#8211; 25 Jahren in \u00d6sterreich nimmt rapide zu. Unqualifizierte t\u00fcrkische Jugendliche z\u00e4hlen zu den Meistbetroffenen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrkische Sch\u00fcler mit unzureichender Schulbildung k\u00f6nnen sich mangels Sprachm\u00f6glichkeiten nicht ausreichend ausdr\u00fccken, sich mit Worten zur Wehr setzen, was schlussendlich in Gewaltsformen m\u00fcndet.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Informationen zufolge hat ein suchtgiftabh\u00e4ngiger Jugendlicher monatliche Ausgaben von ca. 400.-EURO. \u2013 Addiert man hinzu 200 EURO f\u00fcr Zigarettenausgaben, ergibt 600.-EURO. Eine nat\u00fcrliche Folgeerscheinung f\u00fcr Diebst\u00e4hle und Sittenverfall. Wennauch die Zahl der t\u00fcrkischen H\u00e4ftlinge (derzeit 21) noch nicht erschreckende Ausmasse genommen hat, so ist die Tendenz jedoch steigend.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Besonders kulturell unsichere Jugendliche statten sich mit teuren Sportoutfits und nach M\u00f6glichkeit mit teuren Autos aus, in der Hoffnung, bei der Gesellschaft Anerkennung zu finden. Andere wiederum haben sich in gewissen Sportarten hervorgetan, um sich beweisen zu m\u00fcssen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn die Motivation des \u201csich beweisens m\u00fcssens\u201d gut kanalisiert werden k\u00f6nnte, k\u00f6nnte die Minderheitenpsychologie die europ\u00e4ischen T\u00fcrken weiter anspornen und sie zu ungeahnten Erfolgen f\u00fchren. In disem Sinne sind die Jugendlichen nicht verloren und k\u00f6nnten bei entsprechender Politik sicherlich Erfolge erzielen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\">\r\n<li>Die M\u00e4dchen<\/li>\r\n<\/ol>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der Druck konservativer Familien wird von den M\u00e4dchen weitaus erdr\u00fcckender empfunden. Je mehr der Druck, umso mehr entfremden die M\u00e4dchen ihren Familien, auch sie suchen, wie die m\u00e4nnlichen Jugendlichen das Wohlbefinden ausw\u00e4rts. Die Zahl der M\u00e4dchen, die aufgrund der elterlichen Represalien die elterliche Wohnung verlassen und sich prostutieren bzw. ungl\u00fcckliche Eheschliessungen eingehen, nehme zu.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>VIII. Vereine<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Das auf modern demokratische Weise ihre gemeinsamen Interessen wahrende Vereinsverst\u00e4ndnis sei in Vorarlberg unter den T\u00fcrken nicht ausgepr\u00e4gt. T\u00fcrken im Lande seien im allgemeinen apolitisch, hegten gegen\u00fcber der allgemeinen \u00f6sterreichischen bzw. der Landes\/Regionalpolitik kein sonderliches Interesse, was bedeute, dass sie auch ihre Rechte nicht wahrnehmen und bei erlittenem Unrecht dies akzeptierten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Unter den t\u00fcrkischen Vereinen sind finanzm\u00e4ssig vor allem die religi\u00f6s orientierten Vereine erfolgreich. Jeder 5. T\u00fcrke in Vorarlberg sei mit den Gebetsh\u00e4usern (Moschee) in Verbindung, sodass durchschnittlich jede Familie in irgendeiner Weise den Kontakt zu einer Gebetsst\u00e4tte aufrecht erhalte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Motivation bei der Vereinsf\u00fchrung sei eher darauf ausgerichtet um Anerkennung innerhalb der t\u00fcrkischen Gesellschaft zu finden und nicht auf Dienstleistung. Vereinsobleute bilden keine Jugendlichen heran, die eines Tages diese Aufgabe \u00fcbernehmen k\u00f6nnten, heisst es. Wenn die Obm\u00e4nner eines Tages ihre Funktion niederlegen, g\u00e4be es beim betreffenden Verein enorme Schwierigkeiten bis hin zur Vereinsaufl\u00f6sung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn das klassische Selbstverst\u00e4ndnis der Vereine zugunsten des \u201cDienstes am Menschen\u201d umgeformt w\u00fcrde, k\u00f6nnten sich zahlreiche Bet\u00e4tigungsfelder, wie z.B. Lernhilfe f\u00fcr lernschwache Kinder auftun.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei Ausbau der Vielfalt der Bibliotheken der Gebetsh\u00e4user k\u00f6nnte das Lese-Interesse gesteigert werden. Ehrenamtlich t\u00e4tige Jugendliche k\u00f6nnten die Buchverteilung auch in Haushalte \u00fcbernehmen. Dar\u00fcber hinaus best\u00fcnde die M\u00f6glichkeit quartalsm\u00e4ssig Wettbewerbe f\u00fcr Jugendliche wie auch f\u00fcr Erwachsene bez\u00fcglich Interpretation des gelesenen Stoffes zu veranstaltet, was f\u00fcr das Lese-Interesse sicherlich f\u00f6rderlich w\u00e4re.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In diesem Sinne k\u00f6nnten Vorbeter bei der Freitagspredigt 10 Min. die Bedeutung der Bildung zur Sprache bringen, sowie die Eltern dazu ermuntern ihre Ersparnisse haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Bildung ihrer Kinder einzusetzen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrken in Vorarlberg sind sehr heimatverbunden und h\u00e4ngen an ihrer Heimat. Ebenso w\u00e4chst die Verbundenheit zu ihrer neuen Heimat. Sie sind aber der modernen demokratischen und praktischen Nationalauffassung weniger bewusst. Sie sind nicht in der Lage bei gemeinsamen Problemen, wie auch zur Interessenswahrnemung sich beim Minimalkonsens zu treffen und wirksam zu agieren. Was die demokratische Organisation anbelangt, w\u00e4re es vielleicht f\u00f6rderlich, wenn Kurse und Informationsveranstaltungen von \u00f6sterreichischen wie auch von t\u00fcrkischen Stellen angeboten w\u00fcrden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>IX. Die Bildung<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Bildungssituation t\u00fcrkischer Jugendlicher in Vorarlberg gereicht weder der T\u00fcrkei noch f\u00fcr \u00d6sterreich zum Ruhme. Der erste L\u00f6sungsansatz muss deshalb nicht beim Kind sondern im Elternhaus ansetzen. Mit der Bildung sollte man bereits in der Schwangerschaft beginnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Allgemein<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wie im allgemeinen Integrationsteil beschrieben, scheint die spezielle Situation der T\u00fcrken ohne strategische Alternativen nicht l\u00f6sbar.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Aufgrund demographischer Entwicklungen k\u00f6nnten beispielsweise \u00f6sterreichische Volksschulen geschlossen, Lehrer arbeitslos werden. Was w\u00e4re in einer solchen Strategie die Situation t\u00fcrkischer Sch\u00fcler? Oder wieviele t\u00fcrkenst\u00e4mmige Lehrer will \u00d6sterreich ausbilden? Oder welche Rolle haben in \u00d6sterreich geborene, \u00f6sterreichische Lehrer mit t\u00fcrkischer Abstammung bis heute zwischen \u00d6sterreich und den t\u00fcrkischen Familien \u00fcbernommen? Welchen Beitrag haben sie auf dieser Ebene geleistet? Gibt es eine akademische Studie diesbez\u00fcglich? K\u00f6nnte im strategischen Plan beispielsweise das Interesse t\u00fcrkischer Jugendlicher f\u00fcr den Lehrerberuf erweckt werden?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wie bereits zu Beginn hervorgehoben: erfolgt die Erteilung des muttersprachlichen sowie der Religionsunterrichtes, weil sie f\u00fcr die Integration als sinnvoll erachtet werden oder mit Widerwillen? Werden diese Unterrichte l\u00e4ngerfristig f\u00fcr \u00d6sterreich als n\u00fctzlich oder als sch\u00e4dlich betrachtet?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn \u00fcber diese Punkte Klarheit herrscht, m\u00fcsste die Entscheidung auch konsequent angewendet werden und die entsprechende Finanzierung g\u00e4nzlich gew\u00e4hrleistet sein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>A. Kurse w\u00e4hrend der Schwangerschaft<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei n\u00e4herer Betrachtung der Vergangenheit von herausragenden Pers\u00f6nlichkeiten wird sichtbar, dass deren Basis auf eine z\u00e4rtlich g\u00fctige, und aufgeschlossene Mutter fusst.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Kinder von ungebildeten M\u00fcttern sind bei der Bildung nicht so chansenreich wie Kinder gebildeter M\u00fctter.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Deshalb geh\u00f6rt der kulturellen und sprachlichen Bildung der zuk\u00fcnftigen t\u00fcrkischen M\u00fctter in Europa besondere Beachtung geschenkt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Insbesondere w\u00e4hrend der Schwangerschaft ist es erforderlich den zuk\u00fcnftigen Eltern Kurse bez\u00fcglich Kinderpflege und Kindererziehung zu erteilen. In diesen Kursen geh\u00f6rt den Eltern vermittelt, dass das gr\u00f6sste Hab und Gut eines Menschen auf Erden sein Kind ist, dessen richtige Erziehung und Bildung mehr als alles andere auf der Welt z\u00e4hlt, dass Kinder ohne angeschrieen und geschlagen zu werden liebevoll zu erziehen sind. Den Eltern ist bewusst zu machen, dass in einem Haus, in dem gestritten wird, keine ruhigen Kinder zu erwarten sind.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nachdem ungebildete und unwissende Menschen nicht zum Kursbesuch zu erzwingen sind, kommen folgende zwei Alternativen in den Sinn:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ol class=\"wp-block-list\">\r\n<li>Pedagogen und Familienhelferinnen k\u00f6nnten Hausbesuche durchf\u00fchren,<\/li>\r\n\r\n\r\n\r\n<li>An Kursen teilnehmenden Paaren k\u00f6nnte zur Motivation eine Pr\u00e4mie in H\u00f6he von 20.-EURO sofort ausbezahlt werden.<\/li>\r\n<\/ol>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Dies k\u00f6nnte zwar durchaus kostspielig sein, aber als l\u00e4ngerfristige Investition betrachtet, w\u00e4re die Gegenleistung wie auch als Pr\u00e4ventivmassnahme f\u00fcr soziale Unannehmlichkeiten gedacht, sehr wohl von grossem Vorteil.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F\u00fcr ein derartiges Projekt k\u00f6nnte man eventuell auch in Erw\u00e4gung ziehen Finanzhilfe bei der EU beantragen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>B. Die ersten zwei Jahre nach der Geburt<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die lebenswichtige Bedeutung der ersten drei Lebensjahre im Gehirnsystematik wie auch im seelischen Wohlbefinden der Kinder geh\u00f6rt den Eltern bewusst gemacht. Wenn die Kindeseltern ungebildet oder artbeitst\u00e4tig sind, k\u00f6nnten dem Kind ab der Geburt bis zum 1.Lebensjahr mittels CD- oder Casettenplayer Schlaflieder vorgespielt werden. Wenn die Eltern nicht zu Hause sind, k\u00f6nnte diese Aufgabe auch von den \u00e4lteren Geschwistern \u00fcbernommen werden. Entsprechende Casetten oder CD\u2019s k\u00f6nnte das Ministerium f\u00fcr das Erziehungswesen der Republik T\u00fcrkei den Fachleuten in Auftrag geben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>C. 1 \u2013 3. Lebensjahr<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>W\u00e4hrend der ersten drei Lebensjahre lesen die Eltern ihren Kindern keine Geschichten vor. Wenn sie\u2019s auch t\u00e4ten, so k\u00f6nnten doch Aussprachefehler gegeben sein. Oder, wenn M\u00fctter, die nicht richtig Deutsch k\u00f6nnen, versuchen ihren Kindern t\u00fcrkisch und deutsch vermischt beizubringen, k\u00f6nnte dadurch die kindliche Logik-Entwicklung gesch\u00e4digt werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, k\u00f6nnte das t\u00fcrkische Erziehungsministerium bei Theaterschauspielern mit sch\u00f6ner t\u00fcrkischer Aussprache Geschichtencasetten oder CD\u2019s f\u00fcr ein bis dreij\u00e4hrige Kinder in Auftrag geben. Mit entsprechenden Kapangen k\u00f6nnte man daf\u00fcr Sorge tragen, dass diese Tontr\u00e4ger den Kindern auch tats\u00e4chlich vorgespielt werden. Das w\u00fcrde den Kindern dazu verhelfen, einerseits ein sauber gesprochenes t\u00fcrkisch zu erlernen, wie auch insbesondere das Urteilsverm\u00f6gen in Gang zu bringen. Die Kindeseltern k\u00f6nnten dazu angehalten werden, die geh\u00f6rte Geschichte von ihrem Kind nacherz\u00e4hlen bzw. interpretieren zu lassen. W\u00e4hrend dieser Periode sollte dem Kind \u00fcberhaupt nicht deutsch beigebracht werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u2022 Aus einer Studie des Zukunftsministeriums geht hervor:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u201cDas Kind erlernt die abstrakten Begriffe in der Muttersprache. Bei Kindern mit unzureichender Muttersprache wird die geistige Entwicklung beeintr\u00e4chtigt, die schulische Erfolgsbilanz in Gymnasien und weiterf\u00fchrenden Schulen bleibt aus.\u201d<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>D. 4 \u2013 5 Jahre (Kindergarten)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nachdem die t\u00fcrkenst\u00e4mmigen Kinder von unzul\u00e4nglich gebildeten Eltern erzogen werden, erfolgt der Schuleintritt recht unvorbereitet. Sogar die Sprachkompetenz in T\u00fcrkisch ist nicht gegeben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im Kindergarten hingegen macht sich meist die geistige und k\u00f6rperliche Undiszipliniertheit bemerkbar. Wenn zu dem noch Sprachdefizite aufweisende t\u00fcrkische Kinder sich mit ihren einheimischen Altersgenossen anfreunden wollen, die diszipliniert mit festen Sozialisierungsregeln und mit Verantwortungsgef\u00fchl aufgewachsen sind, dann stellen sich Probleme ein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bei Kindergartenklassen mit geringer Anzahl von t\u00fcrkischen Kindern ist die Anpassungsperiode k\u00fcrzer, bei hoher Anzahl hingegen wird sie gr\u00f6sser- dementsprechend die aufgeworfenen Probleme.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eine speziell f\u00fcr t\u00fcrkische Kinder ausgerichtete Kindergarten-Politik ist nicht gegeben. In Vorarlberg gibt es lediglich zwei t\u00fcrkische Kinderg\u00e4rtnerinnen. Wenn der Bedarf an t\u00fcrkischen Kinderg\u00e4rtnerinnen gegeben sein soll, so sollten sie im Rahmen eines Planes in allen Kinderg\u00e4rten vertreten sein, ist jedoch der Bedarf nicht gegeben, so sollten sie g\u00e4nzlich fehlen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wie auch in der Studie des Zukunftsministeriums festgehalten, ist die muttersprachliche Kompetenz des Kindes unumg\u00e4nglich. Die Unzul\u00e4nglichkeit des bestehenden Systems scheint offenbar. Vielleicht k\u00f6nnte man dar\u00fcber nachdenken, ob in Regionen mit dichtem t\u00fcrkischen Bev\u00f6lkerungsanteil gesonderte Kinderg\u00e4rten mit t\u00fcrkischen Kinderg\u00e4rtnerinnen er\u00f6ffnet werden k\u00f6nnten?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrkische Kinderg\u00e4rten k\u00f6nnten die Aufgabe \u00fcbernehmen, Kindern, die von zu Hause aus mit Hilfe der Eltern bzw. von Tontr\u00e4gern ein sauberes T\u00fcrkisch, damit bedingt ein besseres Urteilsverm\u00f6gen mitbringen, diese weiter zu festigen. Im Kindergarten k\u00f6nnten auch erstmals idetit\u00e4tsfestigende kulturelle Werte vermittelt werden, den Kindern Geschichten und Epen erz\u00e4hlt werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>E. 6. Lebensalter (Kolleg-Vorbereitungsklasse)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrkische Eltern bef\u00fcrchten, dass ihre Kinder mangels Deutschkenntnisse in Sonderschulen kommen. (Sonderschulen werden als Schulen f\u00fcr geistig zurc\u00fckgebildete Kinder bezeichnet). Denn die Zuordnungsrate betr\u00fcge 20%. (Anteil der Migratnekinder in Sonderschulen sei 49%, hievon 85 % t\u00fcrkenst\u00e4mmige Kinder). Hinzu komme, dass die Eltern vor den Lehrern eine gewisse Scheu haben. In der Bef\u00fcrchtung, dass System w\u00fcrde sowieso Zugunsten der Lehrerschaft entscheiden, w\u00fcrden sie davor zur\u00fcckschrecken ihre Rechte wahrzunehmen, wenn ihrem Kind Schaden erw\u00e4chst.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In der Tat liege die Erfolgsquote der t\u00fcrkenst\u00e4mmigen Sch\u00fcler in Mathematik bei 70%; in den sozialen F\u00e4chern hingegen sinke diese Rate. Auch dieser Umstand w\u00fcrde belegen, dass t\u00fcrkische Kinder intelligenzm\u00e4ssig keine Probleme haben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die niedrige Erfolgsquote von Kinder mit Sprachdefiziten ist verst\u00e4ndlich. Der Unterricht mit Unterst\u00fctzung des muttersprachlichen Lehrers f\u00fchrt nicht zur eigentlichen L\u00f6sung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eine echte L\u00f6sung des Problems k\u00f6nnte darin liegen, die Methode der Vorbereitungsklassen bei ausl\u00e4ndischen Kollegs in der T\u00fcrkei, zumindestens als Pilotprojekt in Vorarlberg zu versuchen. Dieses Verfahren, welches in den Kollegs mit ausl\u00e4ndischem Lehrplan in der T\u00fcrkei gef\u00fchrt wird, verzeichnet jedenfalls enormen Erfolg. Es w\u00e4re verwunderlich, wenn sie in \u00d6sterreich nicht funktionieren sollte. Die Bezeichnung dieser \u00dcbergangsklassen als Kollege-Vorbereitungsklassen w\u00fcrde psychologischen Bef\u00fcrchtungen der Eltern entgegenwirken. Nach einem Jahr mit ausschliesslichem Deutschunterricht k\u00f6nnten die Kinder dann im Folgejahr mit ihren Altersgenossen auf selbigem Sprach-Niveau in die Volksschule eintreten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Das derzeitige System ist dermassen erfolglos, dass die t\u00fcrkischen Fernsehsender daheim, den Deutschunterricht in den Schulen mit Leichtigkeit \u00fcberwinden k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F. Volksschule<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nach der PISA-Studie liegt \u00d6sterreich unter 40 L\u00e4ndern an 18. Stelle. Einige Kreise sind bestrebt die Schuld daran auf t\u00fcrkische Kinder abzuw\u00e4lzen. Im Grunde genommen zeigt dieses Ergebnis, die Ungeeignetheit des Bildungsprogrammes f\u00fcr t\u00fcrkische Kinder.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eine andere Vereinfachung liegt darin, dass in \u00d6sterreich im muttersprachlichen Unterricht B\u00fccher verwendet werden, die in Deutschland zur Anwendung kommen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ein Sch\u00fcler, der die Klasse wiederholen muss, verursacht dem \u00f6sterreichischen Staat Unkosten in H\u00f6he von 9.000 EURO. Allein wirtschaftlich betrachtet, w\u00e4re eine Investition f\u00fcr t\u00fcrkische Kinder und deren Erfolg f\u00fcr den \u00f6sterreichischen Staat kosteng\u00fcnstiger.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>IV. Mittelschule<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>W\u00e4hrend der schulpflichtigen Mittelschule (HS) tragen die Sch\u00fcler auch die psychologische B\u00fcrde der Pubert\u00e4t mit sich. Im Triangel Gesellschaft, Schule und Familie werden sie depressiv.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In dieser Zeit beginnt auch die Suche nach der Identit\u00e4t und nach den Wurzeln.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Familien in der unteren Einkommensskala in \u00d6sterreich tereten nicht in Bildungskonkurenz, wie es in der T\u00fcrkei der Fall ist. Sie bevorzugen den k\u00fcrzeren Weg, n\u00e4mlich den alsbaldigen Eintritt der Kinder ins Berufsleben, damit sie zum Haushaltsbudget beitragen. Zu dieser Einstellung gesellt sich auch die Hoffnung, die fr\u00fchzeitige Eheschliessung k\u00f6nne ein geeignetes Mittel zur Verhinderung gesellschaftlichen Abgleitens sein. Dadurch wird jedoch wiedrum die Bildung in der Lebenspriorit\u00e4t vernachl\u00e4ssigt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In dieser Situation nimmt der Lernwille der t\u00fcrkischen Kinder naturgem\u00e4ss ab. Ebenso ihre zuk\u00fcnftigen Zielvorstellungen. Mit den Worten eines Landsmannes beschrieben, bestehe die einzige Vision der t\u00fcrkenst\u00e4mmigen Jugendlichen darin \u201cohne Bildung reich zu werden und Sportautos mit 400 PS zu fahren.\u201d<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>T\u00fcrkische Familien, angesprochen auf ihr Desinteresse an der schulischen Bildung ihrer Kinder, f\u00fchren zu ihren Selbstschutz an, die t\u00fcrkischen Sch\u00fcler w\u00fcrden von den einheimischen Pedagogen als Depot verwendet, um die Sch\u00fclerzahl im Folgejahr zu kompensieren, d.h. einige Kinder w\u00fcrden absichtlich zur Klassenwiederholung angehalten. Die einheimischen Eltern w\u00fcrden zudem die Lehrerschaft bedr\u00e4ngen, damit ihre Kinder in Gymnasien aufgenommen werden, weshalb f\u00fcr t\u00fcrkische Sch\u00fcler keine Kontingente \u00fcbrigblieben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Das \u00f6sterreichische Schulsystem ist darauf ausgerichtet den Erfolg der Sch\u00fcler zu messen. Eigentlich geh\u00f6rt zun\u00e4chst der Erfolg der Familien, anschliessend der Lehrer gemessen. Dies br\u00e4chte auch die Hinterfragung des Systems mit sich, was auch das Resultat der PISA-Studie ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>V. Hochschulbildung<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der Anteil t\u00fcrkischer Kinder auf Hochschulebene betr\u00e4gt ca.eine Promille. In Vorarlberg mit seinen 30.000 T\u00fcrkenst\u00e4mmigen ist es ausserordentlich schwer, 30 Universit\u00e4tsabsolventen ausfindig zu machen. Unter Bedachtnahme des Prozentsatzes bei den Gymnasialsch\u00fclern mit 3 %, erscheint Aufkl\u00e4rungsarbeit bei den Eltern unabdinglich.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Das Projekt zur Heranbildung von Eliten<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im Rahmen des EU-Prozesses der T\u00fcrkei werden europ\u00e4ische T\u00fcrken gewollt oder ungewollt die Pionier-Rolle \u00fcbernehmen. Es w\u00e4re deshalb f\u00f6rderlich bereits jetzt eine \u201cEurop\u00e4ische T\u00fcrken-Elite\u201d heranzubilden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In diesem Sinne k\u00f6nnten f\u00fcr hochbegabte t\u00fcrkenst\u00e4mmige Kinder Elite-Schulen (Kollegs) er\u00f6ffnet werden. Eventuell k\u00f6nnte man in Zusammenarbeit mit jenen Staaten, die in der T\u00fcrkei Schulen f\u00fchren, ad\u00e4quate Schulen in Europa errichten. Es k\u00f6nnten dies die Schwesterschulen vom deutschen und \u00f6sterreichischem Gymnasium Galatasaray sein. In diesen Schulen k\u00f6nnte der selbe Lehrplan wie in der T\u00fcrkei mit den selben T\u00fcrkisch-F\u00e4chern zur Anwendung kommen. Es w\u00e4re sogar sinnvoller, diese Schulen in Internatsform zu f\u00fchren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der t\u00fcrkische Staat, der in Dschidde in Saudi Arabien eine Schule f\u00fcr 1000 Sch\u00fcler unterh\u00e4lt und die gesamten Kosten daf\u00fcr tr\u00e4gt, m\u00fcsste mit Leichtigkeit 5 bis 10 \u00e4hnliche Schulen in Europa unterhalten k\u00f6nnen. Diese Minimalkosten d\u00fcrften f\u00fcr das Etat keine besondere Belastung darstellen. Das Problem liegt eher im Bem\u00fchen, f\u00fcr die im Ausland unter schwierigen Umst\u00e4nden lebenden Kinder gewissenhafte L\u00f6sungen zu suchen. Seit 40 Jahren hat sich keine Bildungsdelegation nach Vorarlberg begeben um die hiesigen Lehrer anzuh\u00f6ren. Mit einer einzigen Ausnahme hat sich auch kein Botschaftsrat f\u00fcr das Bildungswesen nach Vorarlberg begeben, um mit den Lehrern Kontakte herzustellen und gewissenhaft L\u00f6sungen f\u00fcr die Kinder zu suchen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In selbiger Weise hat weder der Bundes- noch die Landesregierung die im Land befindlichen muttersprachlichen Lehrer zusammengerufen, um ihre Ansichten einzuholen bzw. aus ihren Erfahrungen zu profitieren oder einen Bericht erstellen zu lassen. Die hiesigen Beh\u00f6rden haben weder vom Volk noch vom t\u00fcrkischen Staat deren Vorstellungen eingeholt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im grossen EU-Konzept k\u00f6nnte im grunde genommen allen t\u00fcrkenst\u00e4mmigen, die in Europa einen Universit\u00e4tsabschluss gemacht haben, das Recht auf Freiz\u00fcgigkeit einger\u00e4umt werden. Diesbez\u00fcgliche Gegenstimmen k\u00f6nnten wegen \u201cBrain Drain\u201d aus der T\u00fcrkei bzw. wegen Fremdenfeindlichkeit aus Europa laut werden. F\u00fcr nach aussen abgekapselte Wirtschaften und Geiste w\u00e4ren diesbez\u00fcgliche Einw\u00e4nde berechtigt, nicht jedoch f\u00fcr die Auffassung eines gemeinsamen Europas.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im selbigem Sinne k\u00f6nnte man \u00fcberlegen, das vom hiesigen Generelkonsulat inizierte \u201cYoung Professionals\u201d Projekt europaweit auszudehnen. Das Projekt sieht vor, dass ca.30 t\u00fcrkische Akademiker einmal im Monat gemeinsam Mittagessen, wobei ein Ehrengast (auf ihren Gebieten erfolgreiche Menschen) \u00fcber ihre Lebenserfahrungen referieren und somit jungen Menschen einen Horizont mit 360 Grad er\u00f6ffnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Diese gemeinsamen Mahle w\u00fcrden einerseits die Freundschaft und die Solidarit\u00e4t der gebildeten jungen Menschen festigen, andererseits f\u00fcr nachfolgende Jungendliche beispielhaften Charakter haben. In der zweite Etappe des Projektes werden in der selben Anzahl \u00f6sterreichische Jugendliche an den Mahlen teilnehmen, wodurch freundschaftliche Beziehungen zwischen der t\u00fcrkischen Pionier-Elite und ihren \u00f6sterreichischen Kollegen entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Schliesslich wird in nicht allzu ferner Zeit aus den gebildeten anatolischen Jugendlichen eine erlesene Elite entstehen, die \u00fcber einen Horizont von 360 Grad verf\u00fcgt, \u00fcber globale Zusammenh\u00e4nge bescheid weiss, die, das klassische, enge und feudale Vereinsverst\u00e4ndnis sprengen. Sie k\u00f6nnten die F\u00fchrungsrolle f\u00fcr europ\u00e4ische T\u00fcrken im 21.Jhdt. sein<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die T\u00fcrkei und die Republik \u00d6sterreich m\u00fcssten wissen, dass diese Projekte langfristig betrachtet, ausserordentlich erfolgreiche Ergebnisse erbringen k\u00f6nnten, weshalb man sie mit staatlichen F\u00f6rderungen, den EU-Subventionen, kurz mit allen finanziellen und geistigen Mitteln unterst\u00fctzen sollte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Schliesslich ausgehend davon, dass die T\u00fcrkei, die derzeit mit Europa sehr eng verkn\u00fcpft ist und langfristig EU Mitglied werden wird, k\u00f6nnte dar\u00fcber nachgedacht werden, in den europ\u00e4ischen Schulen T\u00fcrkisch als zweite Fremdsprache anzubieten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im EU-Prozess der T\u00fcrkei k\u00f6nnte man zwischen Vorarlberg und der T\u00fcrkei auch \u00fcber verst\u00e4rkten Lehrer- und Sch\u00fcleraustausch nachdenken.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Religionsunterricht<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die ideologisch radikale Auseinandersetzung von pro und kontra Kreisen in der T\u00fcrkei f\u00fchrt in Bezug auf den Religionsunterricht in eine Sackgasse. W\u00e4hrend in der T\u00fcrkei untersagt ist, Kindern unter 12 Jahren Religionsunterricht zu erteilen, hat die Republik \u00d6sterreich diesbez\u00fcglich keine Bedenken. Nach \u00d6sterreich entsandte Seelsorger des t\u00fcrkischen Staates erteilen unter zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Kindern ebenfalls Religionsunterricht, um nicht hinter den \u00fcbrigen religi\u00f6sen Gruppen zur\u00fcck zu bleiben. Damit verstricken sie sich in Widerspr\u00fcche.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In \u00d6sterreich ist der Islam seit 1912 staatlich anerkannt. Religi\u00f6se Feiertage und Minaretts hingegen noch nicht. D.h. der Islam ist in \u00d6sterreich im Grunde genommen zur H\u00e4lfte anerkannt. Der muttersprachliche unterricht ist kein Pflichtfach- der Religionsunterricht ist Pflicht. Gegen\u00fcber den 119 muttersprachlichen Lehrern gibt es deshalb ca. 300 islamische Religionslehrer. Von den meistens nicht qualifizierten Religionslehrern sind 70 T\u00fcrken.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Einige t\u00fcrkische Familien sind mit den Religionslehrern nicht gl\u00fccklich.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In einem wirklich laizistischen Erziehungssystem k\u00f6nnte in einem einzigen Unterricht s\u00e4mtliche Religionen und Ethiklehren von Vertretern aller Religionen gelehrt werden. Das Christentum wird am Vormittag unterrichtet, wenn die Kinder aufnahmef\u00e4hig sind- die t\u00fcrkischen Kinder warten draussen. Der muttersprachliche Unterricht wird am Nachmittag, wenn die Kinder m\u00fcde und \u00fcberdr\u00fcssig sind, erteilt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Etliche t\u00fcrkische Familien sind gegen die Erteilung des islamischen Religionsunterrichtes in Deutsch. Langfristig geh\u00f6rt dieser Umstand einer nochmaliger \u00dcberpr\u00fcfung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der muttersprachliche Unterricht<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der muttersprachliche Unterricht wird nachmittags, wenn die Kinder \u00fcberm\u00fcdet sind abgehalten, weshalb die Kinder den mit diesem Wahlfach konkurierenden Musik- oder Turnunterricht bevorzugen. Einige Sch\u00fcler f\u00e4lschen gar die Unterschrift des Erziehungsberechtigten, um diesem Kursus fernzubleiben. Die Teilnahme am muttersprachlichen Unterricht ist gering. Von den 4700 Sch\u00fclern nehmen 2500 daran teil. Auch f\u00fcr diese Sch\u00fclerzahl sind die 11 muttersprachlichen Lehrer nicht ausreichend. Es gibt hinsichlich der Unzul\u00e4nglichkeit der Lehrb\u00fccher ernsthafte Beschwerden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ausser den 11 muttersprachlichen Lehrern gibt es in Vorarlberg 4 t\u00fcrkenst\u00e4mmige Lehrer, die in \u00d6sterreich ausgebildet worden sind und im Landesdienst stehen. 30 Lehrerinnen, die nach Vorarlberg geheiratet haben, sind als Hausfrauen t\u00e4tig und finden keine Verwendung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die muttersprachlichen Lehrer sind Vertragsbedienstete (Jahresvertrag). Vorgeschriebene Wochenstunden sind 22. Das Einkommen richtet sich nach den Unterrichtsstunden, der Durchschnittsgehalt betr\u00e4gt 1500 EURO. Der Gehalt d\u00fcrfe nicht unter die 750 EURO-Grenze fallen. Wegen des niedrigen Einkommens und des Vertragsverh\u00e4ltnisses haben die Lehrer keine (Zukunfts-) Sicherheit, sodass sie, wie die \u00fcbrigen Staatsb\u00fcrger ernshafte finanzielle und psychologische Sorgen haben. Die Lehrer f\u00fchlen sich gebrochen und sich selbst \u00fcberlassen. Ihnen geh\u00f6rt ein neuer Geist, neue Ziele und Dynamik vorgegeben. Einige Lehrer mit finanziellen Sorgen versuchen mit Privatunterricht ihr Budget wenigstens ein klein wenig aufzubessern.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nachdem der muttersprachliche Unterricht nicht Pflichtfach sondern vom Willen der Familien abh\u00e4ngt, sind die Lehrer gezwungen die Familien aufzusuchen um f\u00fcr die Abhaltung des Unterrichtes die erforderliche Mindestteilnehmerzahl von 12 Sch\u00fclern zusammen zu bringen. Einige ungebildete Familien- unbewusst des kulturellen Bed\u00fcrfnisses des Kindes- sagen gar \u201cwir schicken das Kind, damit der arme Lehrer nicht Hunger leiden muss\u201d. Einige wiederum lassen das Kind am muttersprachlichen Unterricht nicht teilnehmen, weil der Lehrer ein \u201cReligi\u00f6ser\u201d oder ein \u201cKemalist\u201d (Anh\u00e4nger Atat\u00fcrks-Laizist) sei.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Tats\u00e4chlich erf\u00fcllen die muttersprachlichen Lehrer f\u00fcr die Kinder, die in der heimischen Atmoph\u00e4re sich verlegen vorkommen, die Funktion einer Art \u201cdes sich psychologischen Abladens\u201d, einer Art von Sorgenvater. Am muttersprachlichen Unterricht teilnehmende Kinder sind in den \u00fcbrigen Schulf\u00e4chern erfolgreicher und im schulischen Verhalten sozialer. Ihre \u00fcberschw\u00e4nglich ausufernde Verhaltensweise ist reduzierter; sie sind selbstsicherer.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Muttersprachlicher Unterricht von zwei Stunden in der Woche ist unzureichend. Eigentlich bedarf es langfristig einer tiefgreifenden Reform des Systems. Kurzfristige Massnahmen zur Motivierung der Unterrichtsteilnahme k\u00f6nnten Aufrufe an der Anschlagstafel im Generalkonsulat sein. Desweiteren w\u00e4re geeignet, mittels Video im Wartesaal den Parteienverkehr darauf aufmerksam zu machen. Diesbez\u00fcglicher Briefpost w\u00e4re auch ein geeignetes Mittel.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Unterst\u00fctzungskurse<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der niedrige Schulerfolg t\u00fcrkischer Sch\u00fcler ist konkretes Faktum. Das Desinteresse und die Unwissenheit der Eltern als Hauptfaktor dessen, ebenso.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In diesem Falle m\u00fcsste die Antwort darauf, die Unterst\u00fctzung der Kinder ausserhalb der Familie lauten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In welcher Form k\u00f6nnte die Unterst\u00fctzung (F\u00f6rderung) sein?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nachmittags nach dem Unterricht:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>a) Unterst\u00fctzung bei den Hausaufgaben unter schulischer Betreuung. b) Nachhilfeunterricht in F\u00e4chern, in denen die Sch\u00fcler schwach sind. c) Hausbesuche der Begleitlehrer, die lernschwache Kinder aufsuchen und den Werdegang beaufsichtigen. d) Hausbesuche der Begleitlehrer, um die Eltern st\u00e4ndig in Sachen Bildung aufzukl\u00e4ren. e) Freiwillige \u00f6sterreichische Familien, die f\u00fcr problematische t\u00fcrkische Kinder die Elternschaft \u00fcbernehmen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Neben den staatlich gef\u00f6rderten Kursen wird den Sch\u00fclern haupts\u00e4chlich von religi\u00f6sen Gruppen religi\u00f6ses Wissen vermittelt oder ihnen in technischen Bereichen F\u00f6rderunterricht erteilt. Die Kommunen unterst\u00fctzen derartige Kurse auch finanziell.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ausserdem wird von Lehrern in Privatunterricht bzw. in professionellen Einrichtungen Nachhilfe-Unterricht erteilt. Familien mit entsprechendem Einkommen sollten motiviert werden, ihre Kinder von diesem Angebot profitieren zu lassen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Weiters sollte man finanziell gutgestellte Familien motivieren ihre Kinder in private Elite-Schulen einschreiben zu lassen, und falls sie die M\u00f6glichkeit haben ihre Kinder in ber\u00fchmten europ\u00e4ischen oder amerikanischen Universit\u00e4ten studieren zu lassen. Die Eltern sollten f\u00fcr ihre erfolgreichen Kinder alle M\u00f6glichkeiten in Gang setzen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Neben all diesen M\u00f6glichkeiten gibt es die Lehrlingsausbildung, wie auch ausserschulische Kurse. Das Interesse arbeitsloser t\u00fcrkischer Jugendlicher k\u00f6nnte f\u00fcr eine Lehrlingsausbildung oder f\u00fcr Kurse gef\u00f6rdert werden. Anstatt zum Mindestlohn eine Arbeit anzunehmen oder insbesondere Jugendliche, die mit dem Arbeitslosengeld dem M\u00fcssiggang fr\u00f6nen, k\u00f6nnten f\u00fcr diese Kurse gewonnen werden. Denn Jugendliche, die sich das Arbeitslossein und den M\u00fcssiggang angew\u00f6hnen, gew\u00f6hnen sich diesen Lebensstil an und bevorzugen danach lebenslang mit sozialer Unterst\u00fctzung ihr Leben zu fristen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Praktische Vorschl\u00e4ge<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Neben tiefgehenden Reformen gibt es auch sofort umsetzbare praktische Dinge.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Das t\u00fcrkische Ministerium f\u00fcr Erziehungswesen k\u00f6nnte beispielsweise den muttersprachlichen Lehrern zur Wissensauffrischung sowie Erfahrungsaustausch bei ihren T\u00fcrkei-Ferien f\u00fcnft\u00e4gige Seminare anbieten. Dabei k\u00f6nnte man einerseits von der jahrelangen Erfahrung der Lehrer profitieren, wie auch ihnen die neuesten Entwicklungen in der T\u00fcrkei vermitteln. In Bezug auf die schulische Bildung der t\u00fcrkenst\u00e4mmigen Jugendlichen in Europa k\u00f6nnten dabei ganz originelle, innovative Ideen aufkommen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Das Ministerium f\u00fcr das Erziehungswesen k\u00f6nnte, wie in der T\u00fcrkei auch in Europa Schulb\u00fccher verteilen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Unter Bedachtnahme, dass der t\u00fcrkische Staat mit Millionenaufwand an US-Dollars internationale Konferenzen veranstaltet und auf diesem Gebiet \u00fcber entsprechendes Fachwissen verf\u00fcgt, k\u00f6nnte man f\u00fcr die Zukunft der t\u00fcrkischst\u00e4mmigen Jugendlichen in Europa auch j\u00e4hrliche Konferenzen zum Thema \u201cEurop\u00e4ische T\u00fcrken- Bildung und Integration\u201d veranstalten. Zu diesen Tagungen k\u00f6nnte man f\u00fchrende t\u00fcrkische und europ\u00e4ische Fachleute aus den Bereichen Bildung und Soziologie einladen und f\u00fcr bestehende Probleme gemeinsam tiefgreifende L\u00f6sungen suchen. All diese Veranstaltungen k\u00f6nnten unter der EU-Mitgliedschaftperspektive der T\u00fcrkei durchgef\u00fchrt werden. Das Finanzvolumen dieser Konferenzen darf- verglichen damit, dass die Kinder unser gr\u00f6sstes Hab und Gut sind- nicht als hoch einzustufen sein.<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":646,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-645","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=645"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/645\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/646"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/aydinnurhan.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}